Reisetipp Xi’an – Mehr als eine Terrakottaarmee

Erkenntnisse über China: Großvater mit Enkelin auf Fahrrad

Der Reisetipp Xi’an ist weit mehr als seine weltberühmte Terrakottaarmee. Die Stadt hat einen besonderen Charme und ist bei einer Chinareise ein spannender Kontrast zu den urbanen Highlights wie Peking, Shanghai oder Hongkong. Falls es Euer Zeitbudget erlaubt, lohnt es sich, ein paar Tage dranzuhängen, um Xi’ans interessante Ecken mit der Kamera einzufangen   

Reisetipp Xi’an – Impressionen

Ich hatte inklusive des obligatorischen Besuchs der Terrakottaarmee vier Tage für Xi’an eingeplant. Beim Check-in im Hotel war ich zuerst verunsichert, als mich die Rezeptionistin gefragt hat, was ich denn hier so lange machen will. Es hat sich aber gelohnt. Die Stadt bietet viel mehr als man aus den Reisführern erschließen kann.

Muslim Street Market

Alleine schon wegen des Muslim Street Markets lohnt es sich, länger in Xi’an zu bleiben. Es ist bewundernswert mit welcher Gelassenheit man trotz der chaotischen Atmosphäre hier seinen Geschäften nachgeht. Die muslimische Community scheint zwar voll ins Alltagsleben integriert zu sein, die Regierung hat aber ein zunehmend waches Auge auf extremistische Auswüchse.

Video: Eigener YouTube Channel

Zwischen den Türmen

Der beste Ausgangspunkt für eine Stadterkundung ist der Platz zwischen dem Glocken- und dem Trommelturm. Auf den Treppenstufen kann man wunderbar das geschäftige Treiben mit der Kamera einfangen. Auch die beiden Türme selbst bieten einen klasse 360° Blick auf das Zentrum.

Reisetipp Xi'an: Blick vom Bell Tower

Blick vom Bell Tower

Östliche Altstadt

Wenn Ihr es ganz authentisch wollt, dann schaut Euch den östlichen Teil des Altstadtrings an. Besonders vormittags auf dem Bauernmarkt um die W 1st Road herum verirren sich nur wenige Touristen. Man wird als Europäer teilweise wie eine Alien angeschaut und Kameras werden kritischer beäugt als auf dem Muslim Street Market.

Reisetipp Xi'an: Altstadt

Altstadt – Xi’an

Stadtmauer

Die restaurierte Stadtmauer umschließt die gesamte Altstadt Xi’ans auf einer sagenhaften Länge von knapp 14 Kilometern. Man kann locker einen ganzen Nachmittag darauf verbringen und die verschiedenen Stadtteile von oben erkunden. Falls Ihr vom Sightseeing zum Laufen schon zu erschöpft seid, könnt Ihr Euch dort einfach ein Rad mieten.

Reisetipp Xi'an: Blick auf die Stadtmauer von Süden

Blick auf die Stadtmauer von Süden

Große Wildganspagode

Südlich der Stadtmauer liegt die Große Wildganspagode, von der aus Ihr einen klasse Blick auf Xi’an habt. Der zugehörige Daci’en Tempel wird noch aktiv von buddhistischen Mönchen zur Andacht genutzt. Die kontemplative Atmosphäre des Tempels steht aber in krassem Gegensatz zur fast schon Disney-haften Freizeitmaschinerie um die Anlage herum.

Reisetipp Xi'an: Blick von der Großen Wildganspagode bei Nebel

Blick von der Großen Wildganspagode

Kleine Wildganspagode

Die Kleine Wildganspagode ist ursprünglicher als ihre große Schwester. Dort konnte ich auch eindrucksvoll die chinesische Gastfreundschaft kennenlernen, als mir Kinder einer Schulklasse ihr Pausenbrot angeboten haben. Das Provinzmuseum mit seiner futuristischen Architektur schließt sich der Tempelanlage an und zeigt professionell die geschichtliche Bedeutung Xi’ans.

Reisetipp Xi'an: Kleine Wildganspagode

Kleine Wildganspagode

Reisetipp Xi'an: Schulklasse bei der Kleinen Wildganspagode

Schulklasse bei der Kleinen Wildganspagode

Reisetipp Xi'an: Provinzmuseum

Xi’an – Provinzmuseum

Terrakottaarmee

Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs, wo sich die Krieger befinden, ist knapp eine Stunde vom Zentrum entfernt. Kleiner Tipp: Mietet Euch über Euer Hotel ein privates Taxi (ca. 400 CNY hin- und zurück). Dadurch seid Ihr flexibel und müsst Euch keiner Reisegruppe anschließen. Das Areal rund um die Ausgrabungstätten ist zwar eine gigantische Tourismusmaschine, dafür aber perfekt organisiert, was das Gedränge zumindest unter der Woche in Grenzen hält.

Reisetipp Xi'an: Krieger der Terrakotta-Armee

Terrakotta-Armee bei Xi’an

Restaurant Tipp

Zum Schluss ein Restaurant-Tipp. Geht unbedingt ins Haidilao Hot Pot, wo die asiatische Variante des Fondues serviert wird. Das Haidilao ist etwas versteckt im vierten Stock gelegen und ich musste mich mehrfach durchfragen, um den Eingang zu finden. Zu den Stoßzeiten wartet man etwa 20 Minuten auf einen Tisch. Service und Qualität sind top und die Preise günstig. Inklusive der Getränke hat mich der Abend schlappe 120 CYN gekostet.

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