6 Fakten über Südkorea, die Dich überraschen werden

Fakten über Südkorea: Gemüse auf Food-Market

Mit einer Verzögerung von einem halben Jahr komme ich endlich zu meinem ersten Beitrag über Südkorea. Die Halbinsel liegt nicht nur geografisch zwischen meinen letzten Reisezielen Japan und China, sondern befindet sich auch von ihren Eigenarten her genau dort. Hier die Fakten über Südkorea, die Dich überraschen werden.

Ein Paradies für Hiker

Fakten über Südkorea: Hiking (Gyeongsang)
Hiking in Gyeongsang

Südkorea hatte ich vor meinem Trip hauptsächlich mit Hightech und hypermodernen Städten wie Seoul und Busan verbunden. Mir war nicht bewusst, dass Hiking DER Nationalsport ist, und zwar quer durch alle Altersklassen. Entsprechend groß ist das Angebot. Selbst von den Metropolen aus könnt Ihr schnell kleinere und mittlere Nationalparks für Tagestouren erreichen.

Robust aber freundlich

Südkorea liegt nicht nur geografisch zwischen Japan und China, sondern auch in Sachen Umgangsformen. Während sich Japan für mich auf der höchsten Stufe der Höflichkeitsskala befindet, hat China hier noch Nachholbedarf. Siehe dazu meinen Post 10 Fakten über Japan und 10 Erkenntnisse über China. Die Südkoreaner habe ich zwar als direkt im Umgang und auch durchaus “robust” im Alltag wahrgenommen, aber trotzdem immer freundlich, hilfsbereit und respektvoll.

Fakten über Südkorea: Rush Hour in Seoul
Rush Hour in Seoul

Südkorea ist ein sicheres Land und bietet sich perfekt zum alleine Reisen an. Siehe dazu die Hinweise des Auswärtigen Amts. Ich hatte nie das Gefühl, dass Touristen “abgezockt” werden, wie das in China teilweise der Fall ist. Auch wird Sauberkeit groß geschrieben. Es liegt so gut wie kein Müll herum und die Hygienestandards sind top. Einziger Wermutstropfen: Ihr werdet unterwegs kaum Müllbehälter finden. Abfall wird, so wie in Japan, mitgenommen und zuhause entsorgt. Packt am besten immer einen Beutel ein, wenn Ihr auf Tour seid.

Gut und günstig – meistens

Ein Billigreiseland ist Südkorea schon lange nicht mehr. Die Lebenshaltungskosten sind trotzdem spürbar geringer als in Deutschland. Gute Hotels findet Ihr selbst in Seoul schon für umgerechnet 40-60€. In den “Szene-” Vierteln nähern sich die Preise dann aber stärker internationalem Niveau. Egal, welche Kategorie an Unterkunft, die Ausstattung, Sauberkeit und der Service sind immer top. In einigen Hotels werden den Gästen sogar kostenlos Handys bereitgestellt.

Fakten über Südkorea: Markt in Busan
Fischmarkt – Busan

Ähnlich verhält es sich beim Essen. Einfache Gerichte bekommt Ihr ab 6.000 Won (ca. 4,50€). In angesagten Grill- oder Fischrestaurants müsst Ihr aber mit 20.000 Won (ca. 15€) aufwärts rechnen. Wasser gibt’s immer gratis dazu, für Bier & Co. zahlt Ihr ungefähr soviel wie in Deutschland. Apropos zahlen. Kreditkarten werden überall akzeptiert. Die einzige Ausnahme war ein Hostel in Seoul am Ende meiner Tour. Bargeld ziehen ist dann etwas anstrengend, da die Dichte an ATM vergleichsweise gering ist. Automaten findet Ihr in der Regel nur in Banken und größeren U-Bahn Stationen.

Verständigung – herausfordernd

Ich war am Anfang überrascht, wie schlecht man sich auf Englisch verständigen kann. Das Niveau liegt im Vergleich noch unter Japan und China. Selbst die Hot Spots sind oft nur auf einheimische Besucher eingestellt. Das heisst, Kartenmaterial, Broschüren und selbst Wegweiser sind häufig nur auf Koreanisch verfügbar. Das kann bei Wanderungen in den Nationalparks schnell zum Abenteuer werden, wenn man so gar keinen Plan hat, wo man gerade hinläuft (siehe oben).

Fakten über Südkorea: Straßenszene in Seoul
Zentrum von Seoul

Zum Glück gibt’s GoogleMaps, was mich einige Male vor der kompletten Orientierungslosigkeit bewahrt hat. Die U-Bahnstationen sind dagegen auch für Europäer gut ausgeschildert. Zudem sind die hilfsbereiten Koreaner sehr geduldig, um einem trotz hoher Sprachbarrieren so gut es geht zu helfen. Also alles halb so schlimm. Dafür bekommt Ihr ein Reiseland geboten, das bisher kaum von ausländischen Touristen überrollt wird.

Technik die begeistert

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass Südkorea den Sprung von einem sogenannten “Tigerstaat” zu einer bedeutenden Wirtschaftskraft geschafft hat. Gemessen am Exportvolumen rangiert das Land mittlerweile unter den top 6 weltweit. Ähnlich wie in China investiert man dort konsequent in neue Technologien und Infrastruktur. Alleine das Highspeed-Internet lässt nicht nur Deutschland ziemlich alt aussehen. Viel Spass beim Surfen!

Interessant ist der krasse Kontrast zwischen dem ultramodernen und dem traditionellen Korea. Letzteres könnt Ihr selbst in den Städten auf den oft archaisch anmutenden Märkten erleben. Oder an Feiertagen, wenn selbst Jugendliche stolz ihre traditionellen Kostüme präsentieren. Im Gegensatz dazu helfen am Flughafen Incheon äußerst nette und sprachbegabte Roboter bei der Orientierung.

Tapas auf asiatisch

Die koreanische Küche erinnert stark an die andalusische Tapaskultur. Selbst bei einfachen Mittagsmenüs bekommt ihr ein gutes Dutzend Schälchen mit Kleinigkeiten dazu. Die Qualität, die ich erlebt habe, war immer top. Genauso die Hygieneverhältnisse in den Restaurants. Die Gefahr von Lebensmittelvergiftungen, die es in anderen Fernreiseländern gibt, ist gering. Sofern Ihr einen empfindlichen Magen habt, geht die größere Gefahr – dem Chili sei Dank – von der mega Schärfe des Essens aus.

Fakten über Südkorea: "Tapas"-Lunch
Mittags-“Snack” – Jirisan Nationalpark

Einen Überblick über die typischen Gerichte und Beilagen wie Bibimbap, Kimchi oder Cheonggukjang findet Ihr bei wikipedia.org. Im Vergleich zur japanischen Küche fand ich die koreanische auf Dauer weniger abwechslungsreich. Das ist aber – wie immer beim Essen – reine Geschmacksache. Die beste und vor allem günstigste Hausmannskost bekommt Ihr wie überall auf der Welt auf den Food-Märkten und in den unscheinbaren Restaurants abseits der Hauptstraßen, wo die Oma noch selbst am Herd steht.

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